Für Respekt, Toleranz und Zivilcourage -gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit!

Veröffentlicht am 31.10.2018 in Allgemein

Seit 1964 gedenken Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener am 9. November der Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung im Jahr 1938. Nachdem jüdische Deutsche seit 1933 durch zahlreiche antisemitische Maßnahmen diskriminiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden waren, bedeuteten die No­vemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November ein Schlüsselereignis der Gewalt- und Verbrechensgeschichte des „Dritten Reiches". Die Nationalsozi­alisten sprachen zynisch von der „Reichskristallnacht".

Die Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung und anderen Menschen, die als ,,Gemeinschaftsfremde" stigmatisiert wurden, gipfelten in dem als Eroberungs-, Rassen- und Vernichtungskrieg geführten zweiten Weltkrieg und in einem in­dustriell organisierten Massenmord. Dies wurde in einer Gesellschaft möglich, die durch extremen Nationalismus, Rassismus, antidemokratisches Denken und Kriegsverherrlichung geprägt war. ...

Seit 1964 gedenken Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener am 9. November der Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung im Jahr 1938. Nachdem jüdische Deutsche seit 1933 durch zahlreiche antisemitische Maßnahmen diskriminiert und an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden waren, bedeuteten die No­vemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November ein Schlüsselereignis der Gewalt- und Verbrechensgeschichte des „Dritten Reiches". Die Nationalsozi­alisten sprachen zynisch von der „Reichskristallnacht".

Die Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung und anderen Menschen, die als ,,Gemeinschaftsfremde" stigmatisiert wurden, gipfelten in dem als Eroberungs-, Rassen- und Vernichtungskrieg geführten zweiten Weltkrieg und in einem in­dustriell organisierten Massenmord. Dies wurde in einer Gesellschaft möglich, die durch extremen Nationalismus, Rassismus, antidemokratisches Denken und Kriegsverherrlichung geprägt war.

Zum 80. Jahrestag der barbarischen Untaten vom November 1938 müssen wir gegenwärtig mit Entsetzen feststellen, dass Orientierungsmuster wie Fremden­feindlichkeit, Ausgrenzung, Intoleranz, Verstöße gegen die Menschenwürde und demokratische Spielregeln sowie fehlender Respekt vor staatlichen Institu­tionen erneut im Erstarken begriffen sind. Mit fremdenfeindlichen Parolen, In­toleranz und Ignoranz versuchen Akteure, Stimmungen zu erzeugen. Die Lehren, die unsere Gesellschaft aus ihrer Geschichte gezogen hat, werden in un­terschiedlichen Bereichen insbesondere durch die Verharmlosung nationalsozi­alistischer Verbrechen in Frage gestellt. Mit kruden Verschwörungstheorien wird so absichtsvoll Feuer an die Fundamente unserer friedliebenden Gesellschaft und die Grundpfeiler unserer freiheitlichen Demokratie gelegt.

Daher verpflichtet uns die Erinnerung an die Novemberpogrome von 1938 in diesem Jahr ganz besonders, demokratische Wachsamkeit zu demonstrieren, für Grund- und Menschenrechte einzustehen und den populistischen Brandstiftern zu zeigen, dass es in Gelsenkirchen keinen Platz für Antisemitismus, Rassismus und völkisches Denken gibt-wir sind mehr! Ausgangspunkt des diesjährigen Schweigezugs ist die Neue Synagoge am Platz der alten Synagoge, die vor 80 Jahren in einer der finstersten Nächte der deut­schen Geschichte zum Raub der Flammen wurde. Unser Weg führt im Anschluss zum Mahnmal im Stadtgarten, das seit 1950 an alle Opfer des Nationalsozialis­mus erinnert. Dort möchten wir gemeinsam gedenken und bekunden, dass Gel­senkirchen für ein vielfältiges Miteinander und eine friedliche Zukunft eintritt. Die Demokratische Initiative ruft alle Bürgerinnen, Bürger und Gäste Gelsenki r­chens auf, jeder Form von Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt ent­schieden entgegenzutreten. Wachsamkeit, Nachbarschaftshilfe, Mut, Zivil­courage und Engagement im Alltag finden unsere Unterstützung . Demokratie muss täglich gelebt werden, Erinnerung ist ein wichtiger Teil davon. 

 

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